Privatisierungen

Telekommunikation

Im Jahre 1998 wurde das staatliche Monopol im Telekommunikationssektor aufgehoben und der Markt für den freien Wettbewerb freigegeben. Angesichts der weltweiten wirtschaftlichen Wandlungen und der Entwicklung neuer Technologien, entschied El Salvador den Telekommunikationsmarkt zu privatisieren und ihn damit konkurrenzfähig zu machen.

Das Gesetz zur Privatisierung der ‚Empresa Nacional de Telecomunicaciones (ANTEL)‘ sah ihre Teilung in zwei Unternehmen vor: CTE-ANTEL übernahm den Betrieb der Festnetzanschlüsse und INTEL den Mobilfunkbereich.

FRANCE TELECOM ersteigerte 1998 einundfünfzig Prozent der Aktien von CTE-ANTEL und TELEFONICA den gleichen Prozentsatz der Aktien von INTEL.

In der Gegenwart operieren 9 Betreiber von Festnetzanschlüssen, 4 Betreiber von Mobilfunknetzen und 11 Carrier für internationale Ferngespräche.

 

Elektrizität

Mit der Absicht, die Konkurrenz im Bereich der Elektrizität zu fördern, wurde 1996 ein Gesetz erlassen, das die Aktivitäten des staatlich-autonomen Monopols der ‚Comisión Ejecutiva Hidroeléctrica del Río Lempa (CEL)‘ aufteilt, unter ihnen der Betrieb der Übertragungssysteme und der Großhandelsmarkt für Elektrizität.

Die Absicht der Bereichsreform war eine Neudefinition der Rolle des Staates, eine Umstrukturierung der CEL und die Ausgliederung von Aktivitäten wie Regulierung, Energiepolitik und –erzeugung. Dieses neue Szenario öffnete den salvadorianischen Markt für private Investoren in den Bereichen Energieerzeugung und –verteilung.

In der Gegenwart betätigen sich fünf Arten von Betreibern im Land: Vermarkter, Erzeuger, Verteiler, Überträger und Endabnehmer.

Ein bedeutender Erzeuger und Vermarkter ist LaGeo, ein Unternehmen mit Mischkapital von der CEL und der italienischen Firma ENEL. Es widmet sich seit 1999 der Erzeugung von Geothermie, als Bestandteil der Dezentralisierung der Stromerzeugungsaktivitäten der CEL.